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Ein bisschen Regen!
Der Wecker klingelte, aber er war eigentlich schon wach,
hatte er sich doch am Vorabend beizeiten zu Bett begeben. Dieser Tag war für
ihn sehr wichtig. Er hatte durch Vermittlung eines alten Bekannten ein gutes
Angebot bekommen. Ohne Beziehungen ging anscheinend nichts.
Ruhig setzte er sich in seinem Bett auf und schaute
wieder auf den Wecker. Zehn Minuten waren vergangen, während deren er in
Gedanken noch einmal den ganzen Dialog durchdacht hatte.
Er stand auf und machte sich sein Frühstück, dann
rasieren, ein gutes, aber dezentes Parfüm und nun seinen Anzug, den er sich
am Vortag aus der Reinigung geholt hatte. Das Krawatte Binden vor dem Spiegel
war für ihn eine Routineübung. Er sah gut aus! – dachte er bei sich, - frisch
und jugendlich.
Der Himmel zeigte nur ein paar Wölkchen, alles lief nach
Plan, er konnte seinen kleinen Erfrischungsspaziergang am Ufer des kleinen
Sees machen. Langsam schlenderte er dahin, er wollte sich nicht beeilen, um
nicht zu schwitzen.
Die Vögel zwitscherten und ein paar junge Hunde spielten
auf der Wiese. In der Regel ging er zu ihnen, um sie zu streicheln, besonders
den kleinen, Wuscheligen. Aber heute winkte er nur dem Herrchen des Hündchens
zu, der auch sofort die ganze Situation verstand und mit Handzeichen viel
Erfolg wünschte.
Eigentlich hätte er auch mit dem Bus fahren können, der
die Siedlung mit der Stadt verband, aber dann hätten ihn bestimmt ein paar
Leute angesprochen, was ihn in seinen Gedanken gestört hätte.
Jetzt bog er vom See ab und folgte dem neugebauten
Fahrradweg, der sich in freiem Gelände weit von der Landstraße in einem Bogen
der Stadt näherte und nach 3 – 4 Kilometern die ersten Häuser erreichte.
Plötzlich spürte er auf der Stirn einen Tropfen. Er hatte
verloren in seinen Gedanken überlegt und nicht bemerkt, dass sich der Himmel
stark verzogen hatte. Alles um ihn herum war nun halbdunkel.
Das erste Nass hatte nur seine breite Stirn getroffen,
aber jetzt spürte er es auch an den Händen und der Nase. Der Regen wurde
immer stärker, doch der Weg bis zum ersten Haus war noch weit.
Und da sah er es kommen, wie eine Wand aus Regen. Als er
ein Kind war, hatte sein Onkel einmal aus Witz gesagt, dass man unter dem
Regen durchrennen müsse, um nicht nass zu werden. So rannte er, stand wenig
später vor der Tür, wo man ihn in zehn Minuten erwartete. Er sah aus, wie ein
begossener Pudel, tropfe aus allen Poren.
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Sonntag, 13. September 2015
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